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Liebe Frauen von FRAUEN Wald

Das kann ich fast nicht glauben! Da öffne ich das Newsletter-Programm und sehe, dass der ganze Text vom letzten Mal gar nicht bei Euch angekommen ist! Ist also ganz und gar nicht so, dass ich Euch jetzt leere Newsletter schreibe. Ich hatte Euch nämlich verraten, dass meine Schwester und ich als Kinder immer die Guezlis stibitzt hatten und dachten, unsere Mama hätte es nicht gemerkt. Wobei ich heute als Mama doch weiss, dass Mamas alles merken. Schade, dass der Text weg ist, aber leider nicht mehr zu ändern.

Heute beim Aufstehen hat uns eine weisse Pracht begrüsst. Alles ist ruhiger und irgendwie sauberer geworden über Nacht. Und wer weiss, vielleicht hält sie sich bis morgen, und wir haben endlich mal wieder weisse Weihnachten.
Hmmm, schon wieder eine Erwartung. Und diesmal sogar eine an die Meterologie.

Gestern Abend habe ich die für mich schönste Weihnachtsmusik angemacht. Die hat meine Mama immer aufgelegt, wenn sie alles bereit machte für Weihnachten, wenn dann das Glöcklein klingelte und wir endlich in die Stube durften. (Mahalia Jackson, zum Lied auf youtube). Ein Stück Kindheit kam zurück. Wie schön, aber auch wie verklärt. Weihnachten war nicht immer schön, Weihnachten waren vor allem viele Erwartungen und viel Aufwand für meine Mama. Aber es waru uns Kindern wichtig.

Jetzt habe ich lange überlegt, ob ich euch eine Weihnachtsgeschichte schreiben soll. Welche soll ich nehmen? Gut ausgehen soll sie, neutral sein, bloss nicht zu religiös sein. Aber vielleicht ist Weihnachten gar nicht für alle schön? Vielleicht ist es für jemanden die einsamste Zeit des Jahres? Weil man keine Familie hat, weil diese keine Zeit hat oder weit weg ist. Vielleicht ist es auch einfach ganz viel Arbeit, weil wir Frauen denken, wir müssten alles ganz besonders gut, ganz besonders sauber, ganz besonders perfekt machen. Darum habe ich überlegt, dass ich euch erzähle, warum es bei uns an Weihnachten Pizza und Salat gibt.

Meine Freundin aus Polen
In Polen, so hat mir meine Freundin erzählt, kocht man traditionell 13 Dinge an Weihnachten. Sie stand jeweils tagelang in der Küche und hatte nach Heilig Abend Reste für die ganze Woche. Dazu vorher alles auf Hochglanz putzen, alles schmücken und auch noch die Geschenke für alle organisieren. Traditionell, die Rolle der Frau halt. Hmmm... Und dann, als sie weniger machen wollte, weil es neben 60 Prozent arbeiten einfach zuviel war, gab es zuerst lange Gesichter. Heute sind es ein paar Gerichte weniger und sogar ihr Mann hat sich damit abgefunden, dass es trotzdem ein schönes Weihnachtsfest ist.

Wie ich vom grossen Menü zur einfachen Pizza kam
In den ersten Jahren mit den Kindern dachte ich auch, dass das wichtig ist, dass alles perfekt ist. Ich habe alles geputzt, 50 Weihnachtsbriefe geschrieben, geplant und ein wunderbares Menü gekocht. Mein Mann hat mitgeholfen und übernimmt seit Jahren den Baum und das Schmücken.
Und dann, ich glaube mein Sohn war etwa 3 Jahre alt. Das Menü mit Filet im Teig war angerichtet, alles war bereit zum Essen. Da hat mein Sohn sein Sirupglas umgestossen, das Tischtuch war durchnässt und selbstverständlich bin ich aufgesprungen um das Maleur zu beseitigen. Das dauert einen kurzen Moment, klar. Das Resultat war: Unser Essen war kalt und ih war etwas angesäuert, auch wenn der kleine Mann natürlich nichts dafür konnte. Aber meine Erwartung war eben eine andere.

Und dann waren da die Kinder, die eher wählerisch beim Essen waren
Im Jahr darauf luden wir meinen Schwager mit seinen 4 Kindern ein. Was sollen wir kochen? Dies mag der eine nicht, das die andere nicht. Etwas zu finden, was alle essen, war fast unmöglich und ganz ehrlich? Auf Spaghetti an Weihnachten hatte ich wirklich keine Lust (das würden alle problemlos essen). Darum Pizza, die jeder mit dem belegen kann, was er mag. Und das haben wir bis heute so beibehalten. Und das Menü teilen wir auf, so dass jede Familie die Hälfte beisteuert. So bleibt nicht alles an mir hängen. Und das mit dem vorher putzen habe ich aufgegeben, besser hinterher, dann lohnt es sich wenigstens.

Traditionen und Erwartungen
So ist es bei uns bis heute. Noch sind alle Kinder mit dabei, auch wenn der Älteste schon 22 ist. Es ist eine etwas andere Tradition, die jederzeit erneut angepasst werden kann. Niemand sagt, dass es nur eine Art gibt, wie Weihnachten sein soll. Ich werde heute noch Aperitiv und alles für den Salat einkaufen. Dann werde ich mit meiner Tochter die kleine, krumme Tanne im Topf in einen Weihnmachtsbaum verwandeln, das Haus schmücken und dann ist alles wichtige gemacht, Weihnachten kann kommen.

Schaut gut zu Euch in diesen Tagen. Egal ob ihr ein grosses Fest mit vielen Menschen ausrichtet, oder für Euch allein feiert. Geniesst, wenn ihr eingeladen seid, lasst Euch helfen, wenn Hilfe angeboten wird, fragt nach Hilfe, wenn es Euch zuviel ist, oder lasst Sachen weg. So, dass es für Euch gut ist, nicht für alle anderen. Vieles wird nicht mal bemerkt. Wichtig ist, Zeit zu haben und sich selbst mit Gelassenheit zu beschenken. Ihr habt es verdient. Das ist mein Wunsch für Euch für die kommenden Festtage. Und wer weiss, vielleicht treffen wir uns am Silvester auf dem Schwertplatz um einander ein frohes Neues Jahr zu wünschen.

Und jetzt wünsche ich Euch frohe Festtage und sende herzliche Grüsse

Karin Eggenberger
für den Vorstand von Frauen Wald

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